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Anleitung: Manuelles WordPress-Update (Bsp.: Version 3.1 auf 4.6.1)

Seit längerer Zeit beinhaltet die WordPress-Software eine integrierte Updatefunktion. Dennoch kommt’s vor, dass ein automatisches WordPress-Update nicht möglich. Denn einige Provider bieten zudem angepasste Versionen an, bei denen die Update-Funktion entfernt wurde – wie in meinem Fall.

Erstmalig installierte ich meinen Blog in der Version 3.1.4 über den Strato-Assistenten im Kundenbereich – eine Update-Funktion gibt’s in der WordPress-Software nicht. Auch die angeblich integrierte Upgrade-Funktion funktioniert nicht. Die Hilfe von Strato ist irreführend, ich solle die integrierte Updatefunktion nutzen – oder im Kundenlogin das Upgrade ausführen. Mir wurde aber nur die Neuinstallation angeboten. Daher führte ich das Update – wie hier Schritt für Schritt erklärt – manuell durch.

Anleitung: WordPress-Update manuell durchführen

1. Backup: Dateien und Datenbank sichern

  • Erstelle ein Backup Deiner WordPress-Datenbank. Ich nutze dafür das Plugin „WordPress Database Backup„.
  • Führe ein komplettes Backup der WordPress-Dateien auf dem Server mit einem FTP-Programm durch – beispielsweise mit Transmit (Mac OS X), FileZilla (Mac OS X, Windows) oder einem Browser-Addon wie FireFTP (Firefox).
  • Die wichtigsten Ordner sind „wp-admin“, „wp-content“ und „wp-includes“.

2. WordPress Plugins deaktivieren

  • Logge Dich im Adminbereich von WordPress ein (etwa www.DEINEDOMAIN.de/blog/wp-admin/) ein.
  • Wechsle nun zum Reiter Plugins und deaktiviere alle WordPress-Plugins.
  • Anschließend loggst Du Dich wieder aus dem WordPress-Adminbereich aus (rechts oben).

3. Aktuelle WordPress-Version herunterladen

  • Lade die aktuelle WordPress-Version herunter: http://wpde.org/download/
  • Anschließend entpackst Du das heruntergeladene ZIP-Archiv in einen Ordner.

4. Löschen der WordPress-Dateien auf dem FTP-Server

  • Verbinde Dich mithilfe eines FTP-Programms mit Deinem Server.
  • Lösche nun die Ordner „wp-admin“ und „wp-includes“ aus dem WordPress-Installationsverzeichnis.
  • Und lösche auch die WordPress-Dateien wie „wp-cron.php„, „wp-login.php“ etc.
  • Wichtig: Lösche aber nicht die Datei „wp-config.php“ (Konfigurations- und Datenbankeinstellungen für WordPress) und „.htaccess“ (beinhaltet Einstellungen für Ihren Webserver wie Rewrites).

5. Aktuelle WordPress-Version hochladen

  • Lade nun aus dem Ordner mit den entpackten Dateien der aktuellen WordPress-Version die Ordner „wp-admin“ und „wp-includesauf den FTP-Server.
  • Nun überspiele auch alle Dateien aus dem WordPress-HauptverzeichnisWichtig: Lade nicht die Datei mit dem Namen „config.php“ auf den FTP-Server, sonst werden alle wichtigen Zugangsdaten überschrieben und WordPress kann sich nicht mehr mit der  Datenbank verbinden. Die vorhandene .htaccess-Datei darf ebenfalls nicht überschrieben oder ersetzt werden.

6. Letzte Schritte für das manuelle WordPress-Update

  • Rufe nun die Adresse http://www.DEINEDOMAIN.de/blog/wp-admin/upgrade.php in Deinem Browser auf – passe die URL notfalls an.
  • Logge Dich im WordPress-Adminbereich ein
  • Folge anschließend  den Anweisungen auf dem Bildschirm – bei mir erschien nun die Meldung/Aktion „Aktualisierung der WordPress-Datenbank“.
  • WordPress ist nun auf dem aktuellen Stand!
  • Damit alle Plugins wieder laufen, solltest Du diese wieder alle aktivieren.
  • Teilweise werden Dir nun Aktualisierungen der Plugins angeboten, installiere diese.
  • Falls bestimmte Plugins nicht mehr richtig funktionieren, deaktivierst Du sie besser.
  • Das war’s – fertig!